Hinterlüftete Fassaden

Tragkonstruktion: HB- oder Stahl-/Aluminium-Unterkonstruktion als Tragwerk.

  • Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder hinterlüftete Fassadenplatte an der
    Außenseite einer Tragfassade.
  • Hinterlüftungsschicht: freier Luftspalt zwischen Dämmung/Verkleidung und der
    Außenhaut, typischerweise 20–60 mm (je nach Plan).

 

  • Schichtenfolge (von Innen nach Außen):
    • Innenseite/Tragwerk: Rohbauwand oder Ständerwerk.
    • Dämmebene: Wärmedämmung (Polystyrol, mineralische Dämmstoffe, Glaswolle o.
      Ä.).
    • Diffusionsoffene Trennlage: Schutz- und Trennfolie bzw. Luftbarriere.
    • Unterkonstruktion: tragende Unterkonstruktion aus Aluminium oder Stahl/Holz zur
      Befestigung der Fassadenplatten oder Plattenmaterialien.
    • Lüftungsraum: Raum für Luftzirkulation hinter der Fassadenhaut.
    • Äußere Fassadenhaut: Verkleidung in Plattenform (Holz, Faserzement, Keramik,
      Metall, Sandsteinoptik, keramische Platten o. Ä.) oder eine hinterlüftete
      Paneelsystemkomponente.
    • Abschluss-/Wasserschutz: Umfassende Randabschlüsse, Fuß- und Traufelemente
      sowie Randdämmungen.
  • Lüftungskonzept:
    • Absaug- und Zuluftöffnungen oben/unten ermöglichen kontinuierlichen
      Luftaustausch.
    • Ziel: Feuchtigkeit ableiten, Schimmelbildung verhindern, Temperaturregulierung
      verbessern.
  • Vorteile:
    • Verbesserte Wärmedämmung und Heizungseffizienz.
    • Vermeidung von Tauwasser an der Konstruktion.
    • Gute bauphysikalische Entkopplung von Trag- und Dämmsystem.
    • Größere gestalterische Flexibilität, mehr Farb- und Materialoptionen.
  • Materialien:
    • Fassadenplatten: Aluminium, Holzwerkstoffe,Verbundstoffe.
    • Unterkonstruktionen: korrosionsbeständige Aluprofile, Stahlprofile, ggf.
      Holzrahmen.
    • Dämmstoffe: Mineralwolle, Polyurethan/Hartschaum, Polystyrol.
    • Dicht- und Abdichtungen: spezielle Dichtbänder und -folien für Luft- und
      Wasserdichtheit.
  • Wichtige Planungspunkte:
    • Luftspaltgröße je System, statische Anforderungen der Unterkonstruktion.
    • Feuchte- und Wasserschutz: Rand- und Stoßkantenabdichtung, Tropfkanten.
    • Brandschutzanforderungen gemäß Bauordnung und Materialklassifizierung.
    • Klima- und Witterungsbelastung der Region.
    • Wartung/Sanierungsmöglichkeiten der Fassade.
  • Nachhaltigkeit:
    • Wiederverwendbarkeit von Materialien, lange Lebensdauer, geringe Wartung.
    •  Optimierte Energieeffizienz durch effektive Dämmung und Dämmqualitäten.